Sechs Tote nach Monsterwelle in Portugal

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Am vergangenen Wochenende sind sieben Studenten durch eine vier Meter hohe Welle vor der portugiesischen Küste in den Atlantik gerissen worden. Lediglich eine Person konnte sich lebend an Land retten. Eine weitere Person wurde später tot geborgen und von fünf Studenten fehlt bisher jede Spur. Die Universität in Lissabon ordnete am Montag eine dreitägige Trauer für die Toten an.

Die sieben Studenten aus Lissabon zwischen 21 und 25 Jahren, unter denen vier Frauen und drei Männer waren, wurden in der Nacht zum Sonntag von einer bis zu vier Meter hohen Welle überrascht und sind in den Atlantik gerissen worden. Der Überlebende Student konnte die Rettungskräfte alarmieren. Die anschließend eintreffenden Suchmannschaften konnten lediglich einen Studenten tot aus dem Meer bergen. Sie gehen davon aus, dass die restlichen Opfer von der Unglücksstelle in Meco bei Setúbal von den dort vorherrschenden starken Strömungen nach Süden gerissen wurden. Deshalb wurde die Suche auf mehrere Kilometer in diese Richtung ausgedehnt.

Die Studenten, die auf einem Wochenendausflug unterwegs waren, saßen gegen Mitternacht am Strand, wo sie von der heftigen Welle überrascht wurden. Der Atlantik ist in dieser Stelle besonders gefährlich, sodass während der Badesaison mehrfach die rote Flagge gehisst werden muss. Jedoch hat es bisher noch keine Unglücke diesen Ausmaßes gegeben.

Auch an den spanischen Atlantikküsten der Costa de la Luz, die besonders für Surfer und Kiter so beliebt sind, ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu solchen Naturphänomenen kommt. An deutschen Küsten sind Monsterwellen jedoch wegen der flachen Küsten ausgeschlossen. Für solche Wellen müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein. Sie entstehen beispielsweise, wenn eine hohe Welle von einer zweiten hohe Welle eingeholt wird. Beide Wellen vereinen sich zu einer Monsterwelle, da die Energien addiert werden. Außerdem können diese Monsterwellen entstehen, wenn der Wind in der gleichen Frequenz weht, wie sich die Wellen bewegen. Dadurch können sie sich zu sehr großen Wellenbergen auftürmen. Vorsicht ist deshalb immer an Küsten mit tiefem Wasser geboten, da diese Art von Wellen besonders viel Wasser benötigen, um zu dieser Größe anwachsen zu können.






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