Andalusien: Neue Kredite um 460.000 Rechnungen zu bezahlen

Schulden in Andalusien

Die spanische Regierung hat Andalusien heute grünes Licht für eine Neuverschuldung in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro gegeben. Mit diesem Geld soll die zweite Phase des dritten Plans umgesetzt werden, der im Jahre 2013 beschlossen wurde. Dieser sieht vor rund 460.000 offene Rechnungen an Lieferanten zu bezahlen.

Der Plan basiert auf einem außerordentlichen Mechanismus, der bereits 2012 vom Finanzministerium entwickelt und im darauffolgenden Jahr schließlich umgesetzt wurde. Damit sollen die Schulden gegenüber externen Dienstleistern massiv abgebaut werden. Nach ersten Schätzungen erlaubt dieser Plan die Rückzahlung von mehr als 460.000 Rechnungen. Die Zahlungen erfolgen sobald die Prüfungen zum Gläubigerstatus abgeschlossen sind und die Stadtverwaltung eine endgültige Übersicht über alle noch offenen Rechnungen hat.

Unter den offenen Rechnungen befinden sich Zahlungsverpflichtungen von Bauaufträgen, öffentlichen Baukonzessionen, Management-Programmen, Aufträge im Bereich der Wasser- und Energieversorgung, Postdienstleistungen, Leasing von Immobilien und nicht gezahlte Subventionen. Der Sprecher der andalusischen Landesregierung Miguel Ángel Vázquez schlägt vor die Zahlungen von einem externen Unternehmen durchführen zu lassen, damit die Mitarbeiter des Rathauses entlastet werden. Ein Großteil der offenen Rechnungen, nämlich mehr als 443.000, sind dem Gesundsheitswesen zuzuordnen. Rund 12.800 Dienstleister aus diesem Bereich warten noch auf den Ausgleich ihrer Rechnungen.

Der erste Teil der dritten Phase des 2013 entwickelten Plans zum Schuldenausgleich Lieferanten gegenüber bezog sich auf Rechnungen, die vor dem 31. Mai 2013 ausgestellt wurden. Im ersten Teil der dritten Phase wurden rund 70.000 Rechnungen aus Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen gezahlt. Außerdem enthielt der Teil offene Rechnungen aus Forschung und Entwicklung. Der erste Teil erlaubte der andalusischen Regierung die Begleichung von Rechnungen in Höhe von 632 Millionen Euro. Die Kredite werden vom staatlichen Instituto de Crédito Oficial (ICO) getragen.



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