Roscón de Reyes – Dreikönigstradition in Spanien

Roscón de Reyes

In Spanien wird Weihnachten erst am 6. Januar gefeiert. Schließlich haben die Heiligen Drei Könige an diesem Tag die Geschenke gebracht. Zum Dreikönigstag gehört in Spanien auch der traditionelle Roscón de Reyes.

Nachdem am frühen Morgen die Geschenke der Kinder, die die Heiligen Drei Könige nachts gebracht haben, ausgepackt wurden, gibt es traditionell eine Tasse heiße Schokolade, Churros (spanisches Fettgebäck) und eben auch den Roscón de Reyes. Hierbei handelt es sich um einen Kranz aus Hefeteig, der mit kandierten Früchten garniert ist. Als Füllung wird in der Regel Sahne verwendet. Es gibt den Roscón aber auch mit Trüffelcreme, Puddingcreme oder Cabello de ángel (karamelisierte Kürbisfasern). Wer nicht ganz so viele Kalorien auf einmal verzehren möchte, kann auch auf die Variante ganz ohne Füllung zurückgreifen.

Der Roscón, der ausschließlich zwischen den Weihnachtsfeiertagen bis zum 6. Januar erhältich ist, beinhaltet traditionell auch ein paar Überraschungen. Es ist Brauch, dass in einem echten Roscón de Reyes eine kleine Königsfigur versteckt wird. Wer das Stück mit der Figur erwischt, bekommt die kleine Papierkrone aufgesetzt, die dem Roscón beiliegt. Man darf sich nun für einen Tag wie ein König fühlen.

Neben der Königsfigur befindet sich in dem Roscón aber auch eine trockene Bohne. Wer dieses Stück erwischt hat Pech gehabt. Er darf losgehen und den nächsten Roscón de Reyes kaufen. Natürlich variieren diese Bräuche von Region zu Region. In einigen spanischen Provinzen können sich auch Münzen in einem echten Roscón de Reyes befinden. Wer seinen Roscón selber backt, kann sich natürlich auch ganz eigene Variationen ausdenken.

Woher die spanische Tradition des Roscón de Reyes kommt ist letztlich nicht geklärt. Fest steht, dass der Roscón de Reyes sehr viel Ähnlichkeit mit typisch französischen Kuchen hat. Daher wird davon ausgegangen, dass er irgendwann aus Frankreich importiert wurde. Andere Theorien gehen auf die römischen Festivitäten der Saturnalien, einem Festag zu Ehren des Gottes Saturn, zurück. Die Ähnlichkeit zu einem christlichen Adventskranz kann jedoch auch nicht abgestritten werden. Vielleicht dachte man sich irgendwann, dass ein essbarer Adventskranz doch auch eine nette Idee sei?

Woher auch immer die Tradition des Roscón de Reyes zu den Heiligen Drei Königen kommt; feststeht, dass er sehr lecker ist und einen Riesenspaß innerhalb der Familie macht. Einfach mal ausprobieren!

Die Tradition ist sogar so beliebt, dass sie sich mittlerweile sogar in vielen andere Länder, wie Argentinien, Mexico oder Portugal etabliert hat.

Guten Appetit!

 






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