1.000 Menschen fordern “Gerechtigkeit für Adrian” in Conil

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“Todos somos Adrian” – “Wir sind alle Adrian”. Unter diesem Schlagwort versammelten sich gestern rund 1.000 Demonstranten am Paseo Marítimo und forderten Gerechtigkeit für Adrián Vázquez.

Der junge Lehrer aus Lebrija wurde am 24. Juli auf einem Zebrastreifen an der Uferpromenade in Conil angefahren und zehn Meter mitgeschleift. Seitdem liegt er im Koma im Krankenhaus Puerta del Mar in Cádiz. Nach anderthalb Monaten in der Notaufnahme wurde er nun in ein normales Zimmer verlegt. Sein Gesundheitszustand ist jedoch weiterhin kritisch. Der Fahrer, der Fahrerflucht beging, wurde nie wegen seines Verhaltens belangt. Er erhielt lediglich ein geringes Bußgeld wegen Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr.

Gestern gegen 17:30 Uhr reisten Familienangehörige, Freunde und Bekannte in insgesamt neun Bussen nach Conil de la Frontera um an der Kreuzung des Geschehens Gerechtigkeit für Adrián einzufordern. Die Busse kamen aus Jerez und seiner Geburtsstadt Lebrija. Die Polizei hielt die Teilhabenden davon ab, die Demonstration in die Innenstadt zu verlegen.

Adrians Familie ist der Ansicht, die Polizei habe zu passiv gehandelt und fordern die Verhaftung des Fahrers. Dementsprechend hat die Familie mittlerweile Anzeige sowohl gegen den Fahrer als auch gegen die Policia Local erstattet, damit das Vergehen an Adrián Vázquez nach rechtsstaatlichen Methoden geahndet werde. Freunde haben eine Petition ins Leben gerufen, bei der die Behörden und die Regierung Spaniens aufgefordert werden der Tat eine angemessenere Beachtung zu schenken.

Außerdem möchte die Familie mit der Demonstration Aufmerksamkeit erregen und Autofahrer für die Gefahren sensibilisieren, die sie tagtäglich durch rücksichtsvolles Fahren vermeiden können. Ein härteres Urteil würde das Verantwortungsgefühl im Straßenverkehr schärfen. Besonders bei Delikten der Fahrerflucht und des Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss könnte der Ausgang des Falles potenzielle Täter abschrecken.

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