Erste Anfrage für Airbus A400M nach Unglück im Mai

Airbus A400m

Nach dem tragischen Unfall des Militärflugzeuges A400M, bei dem im Frühjahr vier Menschen nahe Sevilla ums Leben kamen, bahnt sich bei Airbus nun der erste Auftrag seit diesem Unglück an.

Das ägyptische Militär hat nun den A400-M angefragt. Obwohl noch keine Stückzahlen genannt wurden und auch noch kein Vertrag unterzeichnet wurde, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Geschäftsbeziehung zustande kommt. Dies bestätigte Spanienchef von Airbus Fernando Alonso am Dienstag auf einem Symposium in Sevilla. Am 9. Mai war ein A400M, der bereits an die Türkei verkauft war, nahe Sevilla abgestürzt. Seitdem gingen keine neuen Aufträge mehr ein.

Ägypten ist generell einer der besten Kunden der Airbus-Flotte, die in Sevilla gebaut wird. Das Land verfügt über 24 Modelle des C295. Damit hat Ägypten die größte Flotte dieses Typs und möchte seine Flotte auch weiterhin mit Hilfe des europäischen Flugzeugbauers Airbus ausbauen.

Die Bestellung von acht Flugzeugen des Typs A400M von Südafrika wurde storniert und die drei Flugzeuge, die nach Chile geliefert werden sollten, konnten aufgrund politischer Unstimmigkeiten noch nicht ausgeliefert werden. Somit ist Ägypten das erste Land mit einer neuen Bestellung des A400M. Wahrscheinlich sollen zwischen 14 und 18 Flugzeuge dieses Typs noch in diesem Jahr geliefert werden.

Präsident von Airbus Spanien Fernando Alonso hat zudem versichert, dass es keine weiteren Stornierungen geben würde und dass Airbus außerdem in Verhandlungen mit vielen Ländern stehe. Die Flugzeuge, die nach Ägypten ausgeliefert werden sollen, waren ursprünglich für das spanische Heer bestimmt. Spanien hatte einen Auftrag von 27 Flugzeugen storniert, sich jedoch dazu verpflichtet bei dem Verkauf der bereits fertigen A400M mitzuhelfen.

Für die Regionen Cádiz und Sevilla ist Airbus ein Wachtumsmotor, der viele Arbeitsplätze schafft. In den drei spanischen Fabriken in Getafe, Illescas und Puerto Real von Airbus arbeiten insgesamt 7.400 der 59.000 Airbus-Beschäftigten.






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