Kinderpornoring in Spanien zerschlagen

Die Spanische Polizei konnte einen Kinderpornoring auflösen und nahm 81 Männer fest. Die Ermittler fanden besonders schockierende Bilder und Videos, bei denen hauptsächlich Kleinkinder und Säuglinge sexuell missbraucht wurden. Den Männern wird vorgeworfen das Material im Internet verbreitet und in Netzwerken getauscht zu haben.

Im Kampf gegen die Kinderpornografie hat die spanische Polizei einen landesweiten Ring zerschlagen. Nach einjährigen Ermittlungen ist es der Polizeieinheit für technologische Delikte gelungen, Anbieter und Kunden von verbotenen kinderpornografischen Erzeugnissen im Internet ausfindig zu machen. Rund 300 Beamte durchsuchten daraufhin, in einer groß angelegten Aktion, 80 Wohnungen in mehreren Städten des Landes. In Madrid und Barcelona erfolgten die meisten Festnahmen.

Die Funde waren sogar für die auf Kinderpornografie spezialisierten Beamten schockierend: Viele Bilder und Videos zeigten den brutalen sexuellen Missbrauch von Kleinkindern und Säuglingen. „Einige dieser Bilder sind extrem brutal und haben sadistische oder bestialische Züge“, berichtete die Nationalpolizei. Die meisten auf den Aufnahmen zu sehenden Kinder stammen, den Ermittlungen zufolge, aus asiatischen und lateinamerikanischen Ländern sowie aus Osteuropa und Russland. Zum Teil seien die Herkunftsstaaten identisch mit jenen Regionen, in denen auch der Kindersextourismus weit verbreitet ist, wie zum Beispiel in Thailand, Kambodscha oder Vietnam.

Die Festgenommenen stehen im Verdacht die Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs über das Internet ausgetauscht zu haben. Die 81 Verdächtigen seien davon ausgegangen, dass ihre Identität in den von ihnen benutzten Netzwerken geschützt gewesen sei, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Es wird überprüft, ob die Verdächtigen auch beim sexuellen Missbrauch der Kinder aktiv beteiligt waren. Ein bestimmtes soziales Profil der Pädophilen konnte nicht festgestellt werden. Die Festgenommenen stammen aus allen Schichten, berichtete ein Ermittler. Viele Verdächtige seien verheiratet, andere alleinstehend, auch zwei Minderjährige wurden festgenommen.






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