Schulen in Medina Sidonia bleiben wegen Wasserknappheit geschlossen

Wasser

„Die Lage ist wie in der Dritten Welt; wir dürfen nur noch 25 Liter Kanister befüllen“

Manuel Fernando Macías, Bürgermeister der Stadt Medina Sidonia hat den städtischen Notfallplan aktiviert. Seit Donnerstag ist im Stadtgebiet und in Paterna Rivera das Trinkwasser abgestellt, was zu einer verheerenden Lage geführt hat. Anwohner sagten heute gegenüber ABC: „Wir sind verzweifelt, man kann sich nicht mal duschen, es sei denn man hat ein Wasserdepot im Haus.“ Störungen im Wasserversorgungsnetz hatten zu einem länger andauernden Ausfall geführt. Das Problem sind „sehr alte Rohrleitungen“, die unter Druck immer wieder bersten, äußerte die Stadtverwaltung. Die vereinigten Wasserwerke der Region Cádiz sind für die Wartung dieser Grundversorgungsleistung zuständig.

Die Bürgermeister der beiden betroffenen Orte (Alfonso Caravaca ist der Bürgermeister von Paterna Rivera) halten eine endgültige Lösung des Problems angesichts der „unzumutbaren“ Unterversorgung für zwingend notwendig. „Wir dürfen nur noch maximal 25 Liter Kanister am Wassertankwagen oder an den öffentlichen Brunnen befüllen“.“Es ist wie in der Dritten Welt“, sagt ein anderer Anwohner, der das Problem jedoch relativ gelassen sieht. „ Wir haben über die Jahre schon öfter kein Wasser gehabt, weil alles sehr alt ist, oder aufgrund von Dürreperioden“.

Macía ist der Meinung, dass „dringender Handlungsbedarf besteht“, sowohl von Seiten der Wasserwerke als auch von Seiten der Regierung von Andalusien, die die nötigen Investitionen tätigen soll, um dieWasserversorgung unserer Städte zu garantieren und ein Problem, das die ganze Provinz betrifft ein für alle Mal zu lösen. Bei einem Treffen am Montag in Jerez wurde das Konsortium außerdem gebeten, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die Wasserversorgung möglichst schnell wiederherzustellen, bis das Wasserleitungsnetz erneuert werden kann. Die betroffenen Stadträte und die vereinigten Wasserwerke konnten sich auf zwei konkrete Maßnahmen einigen: Einbau einer neuen Pumpe in das Hauptversorgungsnetz auf Höhe der Abzweigung nach Paterna de Rivera, was das Schadensausmaß bei einem Rohrbruch verringern soll. Zudem sollen sowohl in Medina Sidonia, als auch in Paterna de Rivera mehrere große Wasserreservoirs angelegt werden, um die Reserven zu erhöhen und die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Der Notfallplan von Medina sieht bis auf Weiteres die Schließung der Schulen und städtischen Einrichtungen vor, die Wasser benötigen.

Die Unterbrechung der Wasserversorgung, die letzten Donnerstag begann, betrifft ca 15.000 Personen. Die Ortsteile von Medina sind nicht betroffen, da diese, nach Aussage der Stadtverwaltung, auf anderen Wegen gespeist werden.






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