Spanische Polizei nimmt Picasso-Kunstfälscherbanden fest

Viel Geld erhofften sich die Kunstfälscher, als sie Gemälde von Picasso Kaufinteressierten anboten. Diese ahnten nicht, dass es sich um perfekte Nachahmungen handelte. Unseriös war lediglich der Treffpunkt.

Gleich zwei Banden von Kunstfälschern hat die spanische Polizei auffliegen lassen, welche gefälschte Bilder des Künstlers Pablo Picasso für insgesamt 160 Millionen Euro angeboten haben sollen. In der Stadt Granada in Andalusien seien sechs Menschen festgenommen und vier Bilder sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Bei der Festnahme von zwei Personen in der Stadt Benidorm, der Autonomen Gemeinschaft Valencia, sei ein weiteres Picasso-Falsifikat konfisziert worden.

Beide Banden agierten nach bisherigen Erkenntnissen unabhängig voneinander. Die bereits im vergangenen Monat festgenommenen Bandenmitglieder hatten die Bilder, nach Angaben der Polizei, Galeristen und Kunsthändlern in ganz Spanien per E-Mail angeboten. Den Interessenten präsentierten die spanischen Fälscher dann die angeblich so wertvollen Werke in einfachen Hotelzimmern oder auch in einem alten Kleintransporter.

Durch diese unseriösen Treffpunkte seien sie aufgefallen, hieß es. Picasso-Museen in Spanien und auch die Picasso-Stiftung in Málaga hätten bereits bestätigt, dass alle fünf Bilder nicht echt seien, teilte die Polizei mit. Ob eine der Banden in der Vergangenheit gefälschte Kunstwerke verkauft hat, ist nicht bekannt.






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