Jerez im Bann des Flamencos

J_Carlos_Toro_Expo

Das Flamenco Festival von Jerez ist seit Freitag eröffnet und lädt die Besucher ein, die Stadt durch die Flamenco Kunst zu entdecken. Zum 20. Jubiläum ist ein Dialog entworfen worden, der sich über die Stadt verteilt und die Flamenco Kultur auf die vielseitigste Weise widerspiegelt. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf Fotoausstellungen, doch auch Kulinarisches wird geboten.

Zwanzig Jahre Flamenco Festival feiert noch bis zum 5. März die Stadt Jerez de la Frontera und konzipierte zum Jubiläum ein ganz besonderes Programm. Neben täglichen erstklassigen Flamenco Aufführungen verschiedenster Künstler, die die Zuschauer verzaubern, gibt es zum ersten Mal ein Begleitprogramm, welches die ganze Stadt in eine Galerie verwandelt.

‘Proyecto Presencias’

Liebhaber der Fassadenkunst erfreuen sich an der Ausstellung ‘Proyecto Presencias’ vom Fotografen Juan Carlos Toro, der Flamenco Sänger seiner Stadt ehrt, indem er ihre großformatige Fotografien plakativ an Häuserfassaden klebt. Sänger wie Juan Moneo, Agujetas, Juana la del Pipa, Jesús Ménde wurden von Juan Carlos Toro in ihrem Geburtsviertel aufgenommen. Insgesamt 14 Werke können zum ersten Mal gleichzeitig bestaunt werden, ein Traum von Juan Carlos Toro, der zuvor nur Einzelwerke realisieren konnte. Doch die Hauptrolle spielen nicht nur die Sänger, sondern auch die bröckelnden weißen Hausfassaden, die durch die Künstler eine Stimme erhalten und um Gehör bitten, um nicht gänzlich zu verfallen. Gassen und Plätze werden wiederbelebt, um das Erbe einer Stadt nicht verblassen zu lassen. Es sind Bilder auf Zeit, die nur so lange Leben bis Wind und Regen sie genommen haben. Zu entdecken in den Straßen calle Merced, calle Taxdirt, calle Canto, calle Cordobeses, calle Liebre, Plaza San Mateo, Plaza Belén, etc.

‘Objetivo flamenco’

Der renommierte Fotograf Juan Salido aus Jerez stammend, zeigt Fotografien von Flamenco Künstler kurz vor ihrem Auftritt im Theater Villamarta von Jerez. Die Aufnahmen sind bei älteren Festivals Ausgaben zwischen 2013 und 2015 entstanden und bilden die Künstler während des Aufwärmens, bei Proben oder in Soundchecks ab. „Die Beleuchtungskonditionen des Theaters sorgten dabei für eine große technische Herausforderung“, erklärt Salido. Die großformatigen Fotografien (200 x 15 cm) können noch bis zum 17. März in zentralen Fußgängerzonen von Jerez (Plaza El Arenal) bewundert werden. 

20 años dando el cante’

Wenn die Türen vom Stadttheater Villamarta sich am Abend öffnen, dann beginnt auf der Fassade des gegenüberliegenden Postgebäudes die Ausstellung ’20 años dando el cante’ von Miguel Ángel. „Es ist der Moment, wenn Emotionen und Gefühle verschmelzen, wenn der Gesang weh tut, die Tücher unmögliche Figuren formen und die Gitarre die Seele streichelt“, genau dann drück der Pressefotograf Miguel Ángel auf den Auslöser. Die Projektionen finden bis zum 5. März statt.

Weitere Ausstellungen befinden sich im Kloster von San Agustín ‘Ceci N’est pas Flamenco’ von Daniel M. Pantiga und im Klosterhof von Santo Domingo ‘Compañía de Bailes Españoles. Argentinita y Pilar López koordiniert von Carmen de la Calle.

Flamenco mit allen Sinnen genießen

Flamenco Fans sollten das kommende Brückenwochenende nicht verpassen, es stellt den Höhepunkt des Festivals dar und bietet ein extra intensives und weit gefächertes Flamenco Angebot mit gastronomischen Nuancen.

Vom 27. bis 29. Februar können unter dem Motto ‘Tapateando’ verschiedene Tapas verköstigt werden, die vom Flamenco inspiriert und mit Sherry verfeinert sind. Einige der teilnehmende Tabancos sind El Pasaje, San Pablo und El Guitarrón sowie die bekannte Bar Cervecería Cruz Blanca, Bar Juanito und das Restaurant Tendido 6.

Das komplette Programm und Preise stehen Ihnen auf der Internetseite des Festivals zur Verfügung.

Foto: Ayuntamiento de Jerez






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