Andalusien schafft 230.000 neue Arbeitsplätze bis Ende 2017

Die Prognose für den andalusischen Arbeitsmarkt der kommenden zwei Jahren ist positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der spanischen Bank BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria) über die Situation in Andalusien für das erste Halbjahr 2016.

Laut dieser Studie werden bis Ende des kommenden Jahres 230.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitslosigkeit sinkt im Vergleich zu Ende 2015 um beinahe 5 Prozentpunkte auf 25 % . Das Wachstum Andalusiens liegt somit mit 2,8 % für beide Jahre leicht über dem spanischen Durchschnitt von 2,7 %.

José Ballester, Direktor des Gebiets Süd des Bankinstituts, der das Ergebnis der Studie gestern vorstellte, schließt, dass die positiven Einflüsse der Wirtschaft wie niedrige Zinsen, fallende Benzinpreise, steigende finanzielle Mittel der Familien durch Steuerreduzierungen etc. sich begünstigender auf Andalusien auswirken als auf den Rest Spaniens. Trotz dieser positiven Prognose kann sich Andalusien laut Rafael Doménech, leitender Wirtschaftsexperte der Forschungsabteilung der BBVA, nicht mit diesen Daten zufriedengeben. Eine Arbeitslosenquote von 25 % sei inakzeptabel und die Herausforderung liege darin mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, wozu zusätzliche Maßnahmen getroffen werden müssten. Insbesondere eine größere Diversifizierung von Produkten sei erforderlich, da die andalusische Wirtschaft stark vom Lebensmittel- und Rohölexport abhänge. Laut einer Umfrage der BBVA unter den eigenen Angestellten über die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Aktivität wurde der Tourismus und die Schaffung von Arbeitsplätzen in diesem Sektor am optimistischsten bewertet.

Die BBVA kalkuliert, dass Andalusien in den kommenden 24 Monaten 70 % der durch die Krise verstörten Arbeitsplätze zurückgewinnen wird. Doch auch diese Prognose unterliegt Ungewissenheiten, die sich schwer vorausberechnen lassen und die das Wachstum gefährden, wie die Situation in China, die Verlangsamung der aufstrebenden Länder und die Flüchtigkeit der Märkte. Doménech glaubt, dass die Börse in Bezug auf den letzten Punkt überreagiert hat und die fallenden Kurse schließlich korrigieren wird. Doch sollte dies nicht der Fall sein, wird sich dies letztendlich schädigend auf die Realwirtschaft auswirken.



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