Stimmungsbarometer Tourismus

Hotels Costa de la Luz

Tourismusgeschäft, Wachstum und Trend! Nach den Prognosen sollen dieses Jahr die Anzahl der Reisenden zum Vorjahr in Spanien überschritten werden, trotzdem beklagen sich Gastronomie und Freizeitveranstalter rund um Novo Sancti Petri über Einbußen im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW) bleiben die Menschen weltweit aber reiselustig, daher bleibt Hoffnung auf potenzielle Kunden.

Laut verschiedener Stimmen, die zwischen Betreiber von Strandbars, Restaurants und Freizeitveranstalter rund um Novo Sancti Petri ausgetauscht wurden, konnten viele nicht die gleichen Einnahmen im Monat Juni erzielen, wie im Vorjahr. Manch ein Unternehmer hatte 30 Prozent Verluste zu verbuchen.

Doch wie kann das sein, wenn die Besucherzahlen gleich geblieben sind oder sogar überschritten wurden? Schaut man sich das Profil der Gäste in Novo Sancti Petri an, dann gibt es dieses Jahr mehr Pauschalreise-Touristen, die nicht viel das Hotel verlassen. Bei einem 14 Tage Aufenthalt können schon einmal 10 Tage davon im Hotel verbracht werden, sodass die Umgebung nicht vom Aufenthalt des Reisenden profitiert.

Wer in einem Klubhotel, wie der RIU- oder Aldiana-Hotelkette untergebracht ist, braucht sich in seinen Ferien, um nichts zu kümmern. Die Hotelanlagen bieten alles, was das Herz begehrt. Sport- und Freizeitangebote sowie Entertainment und All-inklusive für alle kulinarischen Genüsse werden dort geboten. Andere Veranstalter ziehen in diesem Fall den Kürzeren. Der Deutsche setzt weiterhin auf Sicherheit, vielleicht vermeidet er deswegen den Ausgang aus dem Hotel.

Laut den Branchen-News vom BTW waren in den ersten vier Monaten 5,3 Prozent mehr Reisende als zum Vorjahr unterwegs, wenn man sich die Zahlen der World Tourism Organization (UNWTO) von 348 Millionen Touristen betrachtet. Höchster Anstieg war in der Region Asien und Pazifik zu verzeichnen, die ein Plus von 9 Prozent erzielten, im Gegensatz zu Europa mit einem Anstieg an Reisenden von nur 4 Prozent.

Doch Wachstum allein reicht nicht, denn Masse bringt den Betreiber in Gastronomie und Tourismus noch keine Mehreinnahmen. Das Reiseverhalten zählt hier vor allem! Sparpakete, die den Preis unten halten, ziehen meist nicht die Gäste an, die einen aktiven kulturellen Urlaub pflegen und zerstören daher eher langfristig das Geschäft, als das sie helfen. 

Eine Studie von Allianz Worldwide Partners (AWP), die in elf Ländern stattgefunden hat, analysierte das Reiseverhalten von 18 und 30-Jährigen. Das Fazit lautet, dass Reisen mit zu dem Leben eines jungen Menschen dazugehört. In Prozenten teilen die jungen Deutschen mit 97 Prozent Platz zwei mit den Engländern und liegen hinter den Spaniern mit 99 Prozent. Die digitale Welt ist bei der Reiseplanung, auch nicht mehr wegzudenken, persönliche Empfehlungen von Freunden und Familie werden jedoch weiterhin hoch bewertet. Erholung und Entspannung sind immer noch die Spitzenreiter in Punkt Reisebedürfnisse (60 %), allerdings holen die Kultureisen langsam auf (53 %), von denen 20 Prozent jenseits des Massentourismus reisen möchten. Der Trend so sagen 44 Prozent der befragten Deutschen geht in den nächsten zehn Jahren in Richtung Kultur- und Gourmetreisen. Die ganze Studie finden Sie auf dem Presseportal. Einfach hier klicken.



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