Iglesia de Santa Catalina

Steckbrief

Name des Bauwerks: Iglesia de Santa Catalina
Erbaut: 15. Jahrhundert
Architekt: Pascual de Olivares (19. Jhd.)
Besitzer: Gemeinde Conil de la Frontera

Geschichte

Das ursprüngliche Bauwerk der Iglesia de Santa Catalina stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche liegt am gleichnamigen Platz in Conil de la Frontera. Die damaligen Herrscher von Conil, die Familie de Guzmán, gaben die Bauerlebnis für die Kirche. Sie sollte bis spätestens gegen Ende des 15. Jahrhunderts fertiggestellt werden und für Gottesdienste nutzbar sein, was auch erreicht wurde. Ursprünglich ragten aus der Kirche drei Steinsäulen hervor, die zusammen einen Tempel bildeten. Heute ist dies nur noch sehr schwer erkennbar. Der Kopf der Kirche wurde mit einem Gewölbe abgedeckt und der Rest der Kirche erhielt als Dach eine Holzkonstruktion. Santa Catalina war seit der Errichtung bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die größte Kirche in Conil de la Frontera.

Von der damaligen Konstruktion sind nur noch sehr wenige Originalteile zu sehen, da im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Veränderungen an der Originalkirche vorgenommen wurden. Laut González Ureba wurden im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts einige wichtige Arbeiten an der Kirch vorgenommen, die den Originalzustand entscheidend veränderten. So wurden der Glockenturm, die Sakristei, der Altar und seine Kuppel, der Bogen des Kirchenhofes, das Archiv, das Gästehaus und das Zimmer für die Ausrüstung der Bruderschaft del Rosario errichtet. Die Arbeiten konnten 1632 abgeschlossen werden. Im 18. Jahrhundert wurden dann laut Juan und Lorenzo Alonso de la Sierra wichtige Renovierungsarbeiten an der Iglesia de Santa Catalina durchgeführt. Dieses Mal wurde die Kuppel des Altarraumes erbaut. Außerdem wurden an der Außenfassade noch einige Elemente hinzugefügt. Hierzu zählen auch Arbeiten an der Längsseite der Epistel. Die Außensäulen, die das Gebäude verzieren stammen höchstwahrscheinlich aus dieser Zeit. Im Jahr 1800 wurde neben der Kirche ein Friedhof erbaut.

Der Zustand, den wir heutzutage vorfinden greift im Wesentlichen auf die Verbesserungen des späten 19. Jahrhunderts zurück, welche unter der Leitung von Vater Caro, Pfarrer von Conil, durchgeführt wurden. Unklar bleibt, ob die Arbeiten aufgrund des schlechten Zustandes oder wegen des Wunsches nach Erweiterungen oder aus beiden Gründen durchgeführt wurden. Die Arbeiten wurden 1886 vom Architekten Pascual de Olivares durchgeführt, wobei darauf geachtet wurde, dass weder innen noch außen kein einziges Originalteil beschädigt wird. Die Arbeiten wurden von Cayetano Cano, dem darauffolgenden Pfarrer, forgesetzt. Das Ergebnis dieser Renovierungsarbeiten vor ein vollkommen anderes und neues Bild der Kirche. Die Bauarbeiten wurden 1891 abgeschlossen.

Vater Caro eine Straße in der Nähe der Kirche seinem Vater, der ihn beim Bau unterstützt hatte. Das neue Bauwerk musste jedoch bereits 1930 wieder geschlossen werden, da extreme strukturelle Mängel die Kirche in Conil de la Frontera beinahe zum Einsturz gebracht hätten. Von 1930 an blieb die Kirche Santa Catalina nun geschlossen, bis sie nach weiteren teuren Renovierungsarbeiten im Jahre 2010 wieder eröffnet werden konnte. Die Arbeiten wurden vom Architekten Juan José Jímenez Mata durchgeführt.

Heute ist die Iglesia de Santa Catalina das Kunst- und Kulturzentrum Conils, in dem in regelmäßigen Abständen Ausstellungen berühmter Künstler stattfinden.

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