Feria de Conil – Tradition trifft Moderne

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In Conil wird im September das Ende der Sommersaison gefeiert. Die Straßen sind geschmückt, die Flamencokleider angelegt und überall duftet es nach gutem Essen. Das Programm der Feria de Conil bietet viel Traditionelles aber auch Modernes, so wird neben dem Beachvolleyballtunier und dem Rummel auf dem Festgelände die Heilige Jungfrau der Tugenden in einer Prozession durch die Gassen getragen. Ein Fest für alle Sinne, welches einen Ausflug in die spanische Kultur Wert ist.

Im 13 Jh. florierten in Spanien die Pferdemärkte, so wurde eine Tradition geboren, bei der Händler und Züchter den Verkauf mit einem Glas Wein besiegelten. Mit der Zeit gesellten sich fahrende Händler hinzu, die kulinarische Köstlichkeiten, Geschenke und Süßigkeiten verkauften. Durch die festliche Aufmachung kamen nicht nur Kaufleute auf das Festgelände. In den Festzelten wurden Tanz und Musik angeboten. So entstand die Feria, ein Volksfest meist zu Ehren eines Schutzpatrons. Mit der Zeit wurden die Aktivitäten der Händler immer weniger und der festliche Teil gewann immer mehr an Bedeutung. Heute haben sich neben den traditionell gekleideten Reitern auch Autoscooter und Losbuden dazugesellt.

In Conil finden gleich zwei Ferias statt, um den Anfang und das Ende der Sommersaison zu feiern. Bei der Feria de Conil wird die Schutzpatronin “Nuestra Señora de las Virtudes” (Heilige Jungfrau der Tugenden) geehrt. Die viertägige Feria wurde das erste Mal, Anfang des 20. Jahrhunderts gefeiert. Dafür wurden die Straßen mit Palmzweigen geschmückt und Verkaufstände aufgebaut. Auch in diesem Jahr sind die Straßen von Conil mit Lampions und Lichterketten verziert. Das bunte Treiben in den schmalen Gassen wird begleitet durch die herrlichen Düfte der Spezialitäten Conils.

Die eigentliche Feria findet jedoch, seit 2013, etwas abgelegener in der Nähe der Campingplätze statt. Das Fest lockt die jungen und alten Bewohner Conils auf die Straßen und das Festgelände. Sehen und gesehen werden heißt es. Viele Frauen und Mädchen tragen ihre wunderschönen Flamencokleider. Männer, Jungen und einige Frauen sitzen hoch zu Ross und repräsentieren, durch ihre Trachten aus den verschiedenen Jahrhunderten, die regionsspezifische Pferdezucht. Traditionell gekleidet reiten sie über das blinkende und laute Festgelände. So mischen sich in Conil Tradition und Moderne.

Eine Tradition hätte ich jedoch nicht so gerne gesehen. So manches Pferd hatte offene Wunden, die durch den Sporn am Reitstiefel, entstanden sind. Bei öffentlichen Veranstaltungen mit Tieren könnte man davon ausgehen, dass diese und ihre Besitzer so gut ausgebildet seien, dass solche fragwürdigen Hilfsmittel nicht nötig sind.

Mit dem Bummelzug geht es von Conils Innenstadt zum Festgelände, dabei wird jeder Passant begrüßt und aufgefordert mit zu kommen. Dort angelangt trifft man sich vor dem großen hell erleuchteten Eingang mit seinen Freunden. Nachmittags wird dort viel getanzt und getrunken. Veranstaltungszelte dürfen dabei nicht fehlen und so bieten neben den regionalen Vereinen Asociación De Empresarios Conil (eine Unternehmerorganisation) und Asociación Conil Contra el Cáncer (ein Verein für Krebsleidende) auch die politischen Parteien Partido Socialista Obrero Español (PSOE), Partido Andalucista (PA) und Izquierda Unida (IU) Platz für Tanz, Speis und Trank. Der Wahlkampf findet hier nah beim Volk statt und nicht hinter verschlossenen Türen, jedoch nicht so aufdringlich, wie wir es aus Deutschland kennen. Im großen Festzelt treten Musikbands auf und heizen der Menge ein. Hier kann man spanische Kultur live erleben.

Abends bieten die Händler ihre Wahren an, dort kann man hübsch verzierte Tücher, Kleidung, Spielzeug aber auch glitzernde Handyhüllen kaufen. Kinder tollen fröhlich über den Platz, die Eltern spielen Bingo und die bunt erleuchteten Attraktionen laden besonders die jungen Leute und Kinder dazu ein, ihre Sinne auf die Probe zu stellen. Auch Micky Maus läuft über das Festgelände, was besonders die Kleinen erfreut. Wer möchte, kann seine Kräfte an einem Boxautomaten messen oder sein Glück auf dem Korkenschießstand und beim Entenangeln versuchen. Wem sein Tanzbein noch nicht müde geworden ist, der kann sich in den Disco- und Barzelten am Rande des Festivalgeländes austoben.

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