Niederlage für den König: 89% für Abschaffung der spanischen Monarchie

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König Felipe

Bei einer inoffiziellen Abstimmung in Madrid über die spanische Monarchie hat König Felipe VI. eine herbe Niederlage erlitten. 89 Prozent der gut 18 000 Teilnehmer sprachen sich am Wochenende für die Abschaffung der Monarchie und für die Errichtung einer Republik aus, wie die Organisatoren am Sonntag nach der Stimmenauszählung mitteilten. Die Abstimmung wurde privat von Gegnern der Monarchie organisiert, sie hatten am Samstag im Zentrum Madrids 80 Wahltische aufgestellt. Der Auszählung zufolge stimmten überdies mehr als 96 Prozent für die Abhaltung eines offiziellen Referendums.

Immer häufiger finden in Madrid und in anderen Städten und Regionen Spaniens solche Abstimmungen über die Monarchie statt. In den vergangenen Monaten nahmen allein in der Hauptstadt bei Befragungen in verschiedenen Stadtvierteln und an Universitäten insgesamt mehr als 100 000 Menschen an solchen Veranstaltungen teil. Die Gegner der «Casa Real» setzten sich dabei immer mit großen Vorsprung durch. Unter anderem aber auch deshalb, weil die meisten Befürworter der Monarchie gegen solche Abstimmungen sind.

Abstimmungen finden auch in anderen Städten und Regionen des EU-Landes statt. Auf Mallorca wurde zum Beispiel am Samstag in der Gemeinde Bunyola im Nordwesten der Insel abgestimmt. 200 Teilnehmer votierten dabei gegen die Monarchie, nur fünf für ein Fortbestehen des Königreichs Spanien.

Durch die Verabschiedung der Verfassung von 1978 wurde Spanien zu einer parlamentarischen Monarchie. Bei jüngsten repräsentativen Umfragen von Meinungsforschungsinstituten sprach sich mehr als die Hälfte der Befragten dafür aus, dass es ein Referendum über die Staatsform des EU-Landes gibt. (dpa)

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