Stadtrat will 5.000 illegale Immobilien in Conil legalisieren

Conil im Winter

Der Stadtrat von Conil hat am Donnerstag drei neue Verordnungen erlassen, die helfen sollen illegale Immobilien in Conil de la Frontera nachträglich zu legalisieren.

Die meisten der betroffenen Immobilien befinden sich auf landwirtschaftlich genutztem Gebiet, dem sogenannten Campo. Die neuen Verordnungen sind der Schlusspunkt der Studien, die bereits seit mehreren Jahren laufen. In diesen Studien wurde geprüft, welche Häuser nachträglich legalisiert werden können. Kriterien seien unter anderem der Einfluss auf die Landschaft und der Nutzwert der Immobilien.

10 Prozent der betroffenen Immobilien befinden sich in insgesamt vier Siedlungen in Conil. Die große Mehrheit jedoch, also 4.500 Immobilien, wurden im Campo erbaut. Die Verordnungen wurden mit den Stimmen der IU, PSOE und PA durchgewunken. Lediglich die Abgeordneten der PP fehlten bei der Abstimmung. Damit fährt Conil die gleiche Linie wie Chiclana, wo ebenfalls illegale Immobilien legalisiert werden sollen. Um eine nachträgliche Legalisierung zu erwerben müssen die Immobilienbesitzer diverse Kriterien erfüllen. Die Besitzer dürfen sich zum Beispiel nicht in einem laufenden Disziplinarverfahren wegen der Immobilie befinden. Außerdem muss sich das Gebäude außerhalb der zum Hochwasserschutz vorgesehenen Flächen befinden und ein Alter von mindestens sechs Jahren aufweisen.

Die Immobilienbesitzer müssen bei einem Antrag auf Legalisierung ebenfalls Dokumente von Beginn und Fertigstellung der Immobilie beisteuern. Des Weiteren muss nachgewiesen werden, dass das Haus nach aktuellen Gesundheits- und Sicherheitsstandards erbaut wurde. Die Besitzer können anschließend Anträge auf Wasser- oder Stromversorgung bei der Stadtverwaltung einreichen. Dieser Antrag wird den Besitzern mit 3,46% der Kosten des gesamten Baumaterials der Immobilie in Rechnung gestellt. Sämtliche weiteren Verwaltungskosten gehen ebenfalls zu Lasten des Immobilienbesitzers.






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