Lesespass am Strand – Eduard Freundlinger

Krimis aus Andalusien. Urlaublicher Lesespaß beginnt mit spannenden Büchern am Strand, oder mit einem schönen Tinto de Verano auf einer andalusischen Terrasse. Aber auch mit heimischen Spekulatius sorgt die Trilogie von Freudlinger im Winterlichen Deutschland für 10º mehr.

Der Spanien-interessierten Leseratte sind die 3 Krimis, “Pata Negra”, “Die schwarze Finca”, und “Im Schatten der Alhambra”, welche eher als Spannungsromane zu benennen wären, vom Allitera und Piper-Verlag zu empfehlen, welche den Leser in die Welt Andalusiens katapultiert.
Liebevoll, spannungsreich und mit Sachverstand beschreibt der Autor Eduard Freundlinger mit seinen Charakteren die alltäglichen Sitten, Begegnungen, Verfehlungen und Lokalitäten in Kriminalromanen rund um Alkuñécar an der Costa Tropical.

Amüsant und überzogen wirkend, setzt Freundlinger seine Protagonisten in die andalusische Realität und trifft dabei ins Schwarze. Manche Kritiker werden jetzt Machos, typisch aufgetakelte Tussen, und Klischees ohne Ende schreien. Aber mal Hand aufs Herz, hier sind Männer eben Männer, und die Frauen gehen gerne Herausgemacht aus dem Haus, und wenn die Absätze 4 cm höher sind, umso besser.
Lesen sollte im Urlaub Unterhaltung sein, und die meisten Klischees treffen ja auch gewollt zu. Man merkt, daß Freundlinger in Andalusien lebt, und seinem Umfeld mit offenen Augen entgegen tritt, und genau weiß, wovon er schreibt.
Schön heraus gearbeitet könnte man Andalusien und seine Bewohner nicht besser beschreiben. Dabei hat der Leser das Gefühl dem Geschehen direkt und unmittelbar beizuwohnen. Was will man mehr. Wer hier lebt, oder oft Zeit verbringt, versteht das Geschriebene auf Anhieb und beginnt zu schmunzeln.

Alle Geschichten drehen sich um Joana, Máite, Carmen, Killian, Rubén, Lucia und anderen, welche einem ständig in der Trilogie über den Weg laufen, oder als alte Bekannte von neuem, mit anderen, bzw neuerworbenen Funktionen in der Geschichte erscheinen. Klar, wer gestern in Andalusien noch Würstchenverkäufer war, kann heute schon Bankdirektor sein. Auch das ist hier nichts ungewöhnliches.

Die Costa Tropical und das drum herum wird hervorragend beschrieben und der Leser taucht sehr bildlich in das Leben Andalusiens mit seinen unterschiedlichen Facetten und in die Geschichte ein. Sei es die Esskultur, Alltäglichkeiten, Korruption, Begegnungen mit der Guardia Civil, oder auch das Gehabe der Typen, und den Frauen, oder die Konflikte in einer Deutsch-Spanischen Beziehung. Angereichert mit einem pfiffigen Plot, der in sich stimmig ist, wird die Lese-Nacht durch diese Lektüre schnell kürzer.

Ab dem 2. Buch “Die schwarze Finca” betritt der coole Kommissar Rubén de Freitas die Bühne, welcher mit seiner ungewohnten Erscheinung, seinem Lebensstil der zur Guadia Civil nicht ganz passen mag, und mit seinem runter gekommenen Surfbus, eher bekifft, die Fälle löst. Auch hier zeichnet Freundlinger einen sympathischen Protagonist, welcher mit seiner neuen Freundin Maite, einiges erlebt.
Gewürzt mit Spannung und unerwarteten Wendungen sind die Bücher der bisherigen Trilogie ein reines Lesevergnügen, und ich wünsche mir auf jedem Fall mehr davon.

Die Bücher sind als Paperprint und Digital zu erhalten.






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