Saison der Freiluftkinos beginnt im Juli

cine verano 16

Der Sommer hat begonnen und damit ist auch die Saison der Freiluftkinos eröffnet. Unter freiem Himmel, in gemütlicher Atmosphäre eine Filmvorführung auf einer großen Leinwand genießen zu dürfen, ist für reguläre Kinogänger ein ganz besonderer Genuss. In El Puerto gehört dies zum festen Bestandteil des Kulturprogramms und daher stellen wir ihnen das Independent-Filmprogramm von dieser Hochsaison vor.

Warum nicht einen dieser bezaubernden Sommernächte mit einem guten Film verbringen? Das hat sich auch die Kulturabteilung von El Puerto de Santa María gefragt und ein ganz besonderes Programm für diese Saison zurecht gebastelt, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Man könnte die Kinonächte in El Puerto schon als legendär bezeichnen, denn die Filmauswahl hat alles andere als mit Mainstream-Filmen zu tun, auch wenn man versucht, das Gleichgewicht zu wahren. Der Independent-Film-Liebhaber kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Die Vorführungen sind stets in Originalversion und mit spanischem Untertitel, sodass auch die spanischen Sprachkenntnisse aufgebessert werden können, sollte dies von Nöten sein. Die Dienstagabende am besten gleich schon einmal rot markieren, denn eine solche Filmauswahl erhält man nicht all zu oft hier in der Provinz. Das Angebot erstreckt sich von Filmen aus den USA, Großbritannien über Holland und Island bis nach Taiwan und Kolumbien.

Im Innenhof der Schule von San Augustin, direkt im Zentrum der Altstadt, finden die acht Vorführungen statt und beginnen im Juli um 22.30 Uhr und im August um 22 Uhr. Der Eintritt kostet 3 € für Erwachsene und 2 € für Kinder, Arbeitslose und + 65-Jährige.

Programm

Hier das aktuelle Programm mit Informationen zu den einzelnen Filmen:

Juli

Dienstag, den 5. Juli, um 22:30 Uhr
PRIDE
Regisseur: Matthew Warchus (GB. 2014) 120’ (ab 7 Jahren)
Der Film erhielt die den British Independent Film Award als bester britischer Independent-Film

Im Sommer 1984 steht Großbritannien unter der Regierung von Margaret Thatcher, und die Bergarbeiter im Land beginnen zu streiken. Die Schwulen- und Lesbengruppe beschließt daraufhin bei der Gay Pride Demo Geld für die Familien der Bergarbeiter zu sammeln, doch die Gewerkschaft nimmt das Geld nicht an. So macht die Gruppe sich auf zum walisischen Dorf, um mit den Arbeitern selbst zu reden.

Dienstag, den 12. Juli, um 22:30 Uhr
JANIS: LITTLE GIRL BLUE
Regisseurin: Amy J. Berg (USA, 2015) 104’ (ab 7 Jahren)

Ein Dokumentarfilm über die legendäre US-amerikanische Rock-Sängerin Janis Joplin. Die Musikerin Cat Power berichtet über die Rock-Ikone aus der Sicht einer Ich-Erzählerin. Sie liest die intimen Briefe vor, die Joplin ihrer Familie, ihren Freunden, Kollegen und Liebhabern schrieb. Diese beschreiben ihr Leben bis zu ihrem tragischen Tod im Alter von 27 Jahren.

Dienstag, den 19. Juli, um 22:30 Uhr
BONE TOMAHAWK

Regisseur: S. Craig Zahler (USA, 2015) 132’ (ab 18 Jahren)
Bester Regisseur und Spezialpreis „José Luis Guarner Prize“ auf dem internationalen Sitges Festival in Katalonien, 2015

Der US-amerikanische Western mit der Hauptrolle von Kurt Russell spielt in Bright Hope, wo ein Fremder die Aufmerksamkeit des Sheriffs erweckt, der nach einem Streit mit der Verhaftung und Verletzung des Unbekannten endet. Eine Ärztin versucht sich um den Gefangenen zu kümmern, doch eines Nachts verschwinden beide mit dem Hilfssheriff. Der einzige Hinweis ist ein Pfeil von einem kannibalistischen Indianerstamm. Die Suche beginnt.

Dienstag, den 26. Juli, um 22:30 Uhr
FÚSI (Virgin Mountain)
Regisseur: Dagur Kári (Island, 2015) 94’ (ab 12 Jahren)
Bester Darsteller, bester Film und bestes Drehbuch, Tribeca Film Festival, 2015

Fúsin ist 43 Jahre, übergewichtig, lebt mit seiner Mutter und hat noch nie eine Freundin gehabt. Seine Freunde nennen ihn “Virgin Mountain” (jungfräulicher Berg). Seine Leidenschaft gilt den Schlachten des Zweiten Weltkriegs, die er mit kleinen Panzermodellen und Figuren nachbaut. Eines Tages erhält er eine Einladung zu einem Ball, wo er Sjöfn kennenlernt, die auch alleinstehend ist, aber mit psychischen Problemen kämpft.

August

Dienstag, den 2. August, um 22:00 Uhr
THE ASSASSIN
Regisseur: Hou Hsiao-Hsien (Taiwan, 2015) 105’ (ab 7 Jahren)
Bester Regisseur, Cannes 2015

Die Geschichte spielt im 9. Jahrhundert in den letzten Jahren der Tang-Dynastie. Nie Yinniang kehrt nach Jahren des Exils zu ihrer Familie nach Hause zurück. Erzogen von einer Nonne und eingeführt in die Kampfkünste soll sie den Tyrannen ein Ende setzen. Ihr Lehrer beauftragt sie mit der Mission ihren Cousin Tian Ji’an zu töten, der Militärgouverneur in der Provinz Weibo ist. Sie muss sich entscheiden zwischen Liebe oder dem Ende der Gewaltherrscher.

Dienstag, den 9. August, um 22:00 Uhr
THE DIARY OF A TEENAGE GIRL
Regisseurin: Marielle Heller (EEUU, 2015) 102’ (ab 16 Jahren)
Bester Debütfilm, Independent Spirit Awards 2016
Großen Preis in der Kategorie Generation 14plus, Internationale Filmfestspiele von Berlin

San Francisco, 1976. Minnie Goetze ist ein 15 Jahre altes Mädchen, das eine Comic-Künstlerin werden möchte. Mit viel Neugier entdeckt sie die Welt um sie herum. Abgesehen davon ist sie eine ziemlich typische Teenagerin, deren einziges Problem ist, dass sie mit dem Freund ihrer Mutter geschlafen hat. Der Film basiert auf dem Roman The Diary of a Teenage Girl: An Account in Words and Pictures von Phoebe Gloeckner.

Dienstag, den 16. August, um 22:00 Uhr
EISENSTEIN EN GUANAJUATO
Regisseur: Peter Greenaway (Holland, 2015) 105’ (ab 16 Jahren)
Ocaña Award, Europäisches Film Festival von Sevilla,  2015

Der Film beschreibt Elemente aus dem Leben von dem sowjetische Filmemacher Sergej Eisenstein, der 1931 nach Mexiko reist, um dort einen neuen Film zu drehen. Dort trifft er auf eine andere Kultur, andere Farben, eine andere Liebe, unverständliche Zeichen und eine neue Art mit dem Tod umzugehen. Unter der Obhut des Führers Palomino Cañedo beginnt für ihn eine Entdeckungsreise, einer ihn fremden Welt.

Dienstag, den 23. August, um 22:00 Uhr
EL ABRAZO DE LA SERPIENTE (Der Schamane und die Schlange)
Regisseur: Ciro Guerra (Kolumbien, 2015) 125’ (ab 12 Jahren)
Bester fremdsprachiger Film, Oscar Nominierung 2016.

Karamakate war einst ein mächtiger Schamane im Amazonasgebiet. Er ist der letzte Angehörige seines Stammes und lebt im tiefen Dschungel. Zweimal in seinem Leben, im Abstand von 30 Jahren, bekommt der Schamane Karamakate Besuch von weißen Männern, mit denen er den Amazonas bereist, um die Heilpflanze namens Yakruna zu finden, die heilende Kräfte besitzt. Es ist eine abenteuerliche Reise, in der sich Gegenwart und Vergangenheit mischen und eine verlorene Welt aufzeigen. Der Film basiert auf den Tagebüchern des deutschen Anthropologen und Forschungsreisenden Theodor Koch-Grünberg und des US-amerikanischen Biologen Richard Evans Schultes.

 

Die genaue Adresse lautet Patio del Edificio San Agustín (C/ Jesús de los Milagros, 32). Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Kulturverwaltung.

 

 

 



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